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Handchirurgie

Ellenbogenrinnensyndrom

(Das Sulkus Ulnaris Syndrom)

Bei dieser Erkrankung wird der Ellennerv, der am „Musikantenknochen“ an der Ellengelenksinnenseite verläuft, eingeengt.
Die Ursachen der Einengung können vielfältig sein, einfaches Auflegen des Ellenbogens auf der Ablage bei langem Autofahren kann schon Beschwerden hervorrufen. Die typischen Probleme der betroffenen Patienten werden als Taubheitsgefühle am Klein- und Ringfinger, später auch als Kraftminderung der betroffenen Hand beim Zufassen beschrieben.
Neben der handchirurgischen Untersuchung wird die Diagnose durch eine neurologische Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bestätigt. Nach Diagnosestellung kann, abhängig von dem Stadium der Erkrankung, häufig zunächst eine nicht operative Behandlung eingeleitet werden. Diese besteht in kurzfristigen Schienenbehandlungen, Salbenanwendungen und der Vermeidung lokaler Druckeinwirkungen auf die Innenseite des betroffenen Ellengelenkes.
Eine Operation wird empfohlen, wenn die Gefühlsstörungen und das Taubheitsgefühl dauerhaft bestehen (Stadium II) oder einer vorliegenden Muskelschwäche (Stadium III). Bei der Operation wird in einer Armbetäubung die Engstelle über dem Ellengelenksnerven beseitigt, allermeist durch einen endoskopischen Eingriff über einen kleinen Schnitt. Die Heilungsprognose beträgt abhängig von dem Ausmaß der Nervenschädigung einige Wochen bis Monate.

Schnappfinger

(Tendovaginitis stenosans, Englisch: Trigger Finger)

Das Krankheitsbild des Schnappfingers beschreibt das typische Gefühl des Hängenbleibens eines Langfingers oder Daumens beim Bewegen. Dieses „Springphänomen“ kann von mehr oder weniger stark ausgeprägten Schmerzen begleitet werden, im Alltag hinderlich sein. Typischerweise wird dies morgens festgestellt, nachdem die Fingergelenke nachts in Beugung geruht haben oder auch nach festeren Haltefunktionen der Hand, z. B. beim Kartoffeln schälen.

Als Patient haben Sie das Gefühl, dass dieses Schnappphänomen in den mittleren Gelenken der Langfinger verursacht ist. Tatsächlich liegt die Ursache aber in einer Sehnenverdickung in Höhe des Handtellers. Dort findet sich häufig auch eine druckschmerzhafte Verdickung. Die Verdickung des Sehnengleitgewebes, die zu der Knotenbildung an den Beugesehnen führt, behindert das Gleiten der Beugesehne in ihrer Längsachse durch einen Tunnel (Ringband), der in der druckschmerzhaften Region liegt.

Schnappfinger
Schnappfinger

Das plötzliche Durchrutschen der verdickten Sehne durch den relativ zu kleinen Tunnel löst im mittleren Gelenk das Springphänomen aus. Falls diese Beschwerden nur wenige Wochen bestehen, ist zunächst eine abschwellende Behandlung durch eine Spritze, die etwas Kortison enthält und vor das Ringband gegeben wird, zunächst möglich. Bei anhaltenden Beschwerden ist dem operativen Vorgehen der Vorzug zu geben, um eine langfristige Beschwerdefreiheit zu erzielen. Der Eingriff wird in Lokalanästhesie in unserer Praxis ambulant durchgeführt, die beruflichen Ausfallzeiten betragen, in Abhängigkeit von der Tätigkeit, zwischen 2 – 3 Wochen.

Sattelgelenkarthrose

(Rhizarthrose)

Die Sattelgelenksarthrose ist neben der Fingerendgelenksarthrose die häufigste Arthrose an der Hand. Diese Erkrankung betrifft häufiger Frauen als Männer, die Beschwerden werden in der Daumenbasis angegeben, typischerweise beim Ausdrehen von Lappen oder beim Kartoffeln schälen. Durch fortschreitenden Gelenkverschleiß wird der Knorpelbelag abgerieben und die gelenkbeteiligenden Knochen stehen direkt aufeinander. Neben den Schmerzen kommt es zu einer Schwellung an der Daumenwurzel durch das Hervortreten der Daumenmittelhandknochenbasis.

Behandlungsmöglichkeiten

Die anfängliche Behandlung nach Diagnosestellung erfogt immer ohne Operation. Das Tragen von Daumenschienen, die das Sattelgelenk bei Belastungen schützen, einer medikamentösen Behandlung oder Spritzenbehandlung des Gelenkes wird angeraten. Bei anhaltenden Beschwerden, Ruheschmerzen, einer echten Alltagsbehinderung wird das operative Vorgehen empfohlen. Als Standardeingriff wird hierbei das große Vieleckbein entfernt und die Daumenbasis durch eine Sehnenaufhängung stabilisiert, so dass die volle Beweglichkeit und später auch die Wiederherstellung der Kraft des Daumens gelingt. Die handtherapeutische Behandlung nach dieser Operation ist regelhaft notwendig für einige Wochen.

Handchirurgische Nachbehandlungsgrundsätze, Schmerzvermeidung

Nach handchirurgischen Operationen sind folgende Empfehlungen allgemeingültig und für den Heilungserfolg ausschlaggebend :

  • Lagern Sie die operierte Hand in den ersten Tagen nach der Operation regelhaft und viel hoch (Kissen unter den Ellenbogen oder auf die Sofalehne legen, Abstützung auf dem Küchentisch, wie im folgenden skizziert )
Lagerung der Hand nach der OP
Lagerung der Hand nach der OP
Lagerung der Hand nach der OP
Lagerung der Hand nach der OP
  • Bewegen Sie alle Finger, die aus dem Gipsverband herausschauen, sobald die regionale Betäubung nachlässt und das Gefühl an den Fingern wiedergekommen ist.
  • Bewegen Sie mehrmals täglich auch alle angrenzenden nicht betroffenen Gelenke des Armes (Ellenbogengelenk, Schultergelenk)
  • Nehmen Sie bei Bedarf die empfohlenen und mitgegebenen Schmerzmittel bei Schmerzbeginn ein.

Handübungen

Nach einer Operation an der Hand ist die Bewegungsfähigkeit der Hand schmerz- und schwellungsbedingt eingeschränkt. Es ist wichtig, diese Bewegungsfähigkeit in allen kleinen Fingergelenken schnellstmöglich wieder herzustellen.
Sie erhalten hier eine Anleitung zur Durchführung einer eigenständigen Beübung, zusätzlich können bei Erfordernis ergotherapeutische Behandlungen und Übungen veranlasst werden. Das von Ihnen frühzeitig erlernte Eigenübungsprogramm und dessen Durchführung trägt ganz wesentlich zum Enderfolg der Gesamtbehandlung bei.

Faustschluss im lauwarmen Kamillehandbad für 10 min. üben

Kleine Faust

Langfinger-Streckung

Große Faust

Aufspreizübungen mit Gummiband

Chinesische Kugeln in einer Hand kreisen lassen

Wäscheklammer mit wechselnden Fingern drücken

Carpaltunnelsyndrom

Das Carpaltunnelsyndrom ist eine Erkrankung des Handgelenktunnels. Im Handgelenktunnel verlaufen die Beugesehnen mit ihren Sehnenscheiden und dem Mittelnerv (Nervus medianus). Kommt es zu einer Verengung im Carpaltunnel mit der Folge der Druckerhöhung auf den Mittelnerv sind Gefühlsstörungen, Kribbeln, Schmerzen oder Taubheit an den Fingern die Folge.
Die Ursachen sind nicht immer sicher festzustellen, jedoch mit hormonellen Veränderungen, rheumatischen Erkrankungen und bestimmten Arbeiten in Zusammenhang zu bringen. Typisch sind nächtliche und frühmorgendliche Beschwerden mit Erwachen, aber auch das Auftreten tagsüber beim Auto-, Fahrradfahren oder Telefonieren.
Die Diagnose stützt sich im Wesentlichen auf die Beschwerdeangabe und die Untersuchung durch den Handchirurgen. Um die Diagnose zu sichern und andere Erkrankungen auszuschließen, wird eine Untersuchung beim Nervenarzt mit Messung der Nervenfunktion durchgeführt.
Bei mäßigen Beschwerden kann in leichten Fällen eine konservative Behandlung mit einer nächtlichen Schienenruhigstellung erfolgen. Bei steigendem Leidensdruck, Auftreten einer Alltagsbehinderung wird das operative Vorgehen angeraten. Der Eingriff wird in einer Betäubung des Armes (Regionalanästhesie) ambulant in unserer Praxis durchgeführt. Hierbei wird das beugeseitige Handgelenksband durchtrennt, um dem Nerven Platz zu machen. Bezüglich der Schmerzen und Fehlempfindungen an den Fingerkuppen ist häufig schon in der ersten Nacht nach der Operation eine Besserung zu verspüren. Falls vor der Operation schon eine Taubheit an den Fingerkuppen bestand, benötigt es einige Wochen, bis diese sich zurückbildet. Bei der Carpaltunneloperation handelt es sich um einen häufig durchgeführten Standardeingriff, bei dem Aufwand und Nutzen für den Patienten regelhaft im Verhältnis steht.

Dupuytrenerkrankung

(Morbus Dupuytren)

Bei der Dupuytren’schen Erkrankung handelt es sich um eine gutartige Bindgewebsvermehrung, die sich strangförmig im Handteller bildet. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, meist ist es der Ring- oder Kleinfinger, die sich bei fortschreitender Erkrankung nicht mehr voll strecken lassen. Im Beginn sind es einfache Knotenbildungen, die nicht weh tun und sich später zu einem Strang entwickeln.

Bei der Dupuytren’schen Erkrankung kommt es nicht zu einer Verkürzung der Beugesehnen, dies stellt ein weit verbreitetes Missverständnis dar. Wenn die Einbeugungen der Grund- und Mittelgelenke sehr lange bestehen, kommt es jedoch zu Einsteifungen dieser Gelenke.
Eine anfängliche konservative Behandlungsmöglichkeit besteht in der Strahlentherapie. Eine wirksame medikamentöse oder Spritzenbehandlung gibt es nicht. Bei zunehmender Fingereinbeugung, die mit einer Alltagsbehinderung einhergeht, kann in seltenen Fällen eine chemische Auflösung der Stränge erfolgen oder eine Durchtrennung derselben mit einer Nadeltherapie in örtlicher Betäubung.

Als Standardverfahren mit sicher vorhersehbaren Ergebnissen hat sich die operative Entfernung der Bindegewebsstränge bewährt. Diese wird trotz der immer bestehenden Möglichkeit eines Wiederholungsfalles handchirurgisch von uns empfohlen. In der Nachbehandlung wird für 5 – 8 Tage eine Schiene getragen, die die operierten Finger in Streckung hält, frühzeitig nach Abschwellung wird eine eigenbeübende und angeleitete (Ergotherapie) Nachbehandlung von uns veranlasst.

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